Anrufen01579 2842378

Dach, Balkon und Keller

Feuchte Kellerwand

Beim Griff ins Regal fühlt sich die Rückwand kühl und klamm an, und an der Kellerwand dahinter zieht sich ein dunkler Streifen entlang. Ein muffiger Geruch hängt im Raum. Solche Beobachtungen haben mehrere mögliche Ursachen, von Regenwasser im Erdreich bis zur undichten Leitung. Wer sie ordnet, spart dem Fachbetrieb später viel Suchen.

Anrufen01579 2842378

Kellerraum mit feuchter Wand und Trocknungsgerät

Woher die Feuchte stammen kann

  1. Eine Kellerwand kann von außen, von innen oder von unten nass werden. Von außen drückt Wasser aus dem Erdreich gegen das Mauerwerk, wenn Abdichtung oder Drainage ihre Wirkung verloren haben. Von innen entsteht Kondensat, wenn warme Luft an kalten Wandflächen abkühlt. Von unten steigt Feuchte kapillar im Mauerwerk auf.

  2. Dazu kommt die Möglichkeit, dass eine Leitung im oder an der Wand undicht ist. Das kann ein Zulauf zur Waschmaschine sein, eine Heizungsleitung oder die Hauptleitung am Hausanschluss. Weil all diese Quellen ähnliche Flecken erzeugen, lohnt sich zuerst eine Einordnung, bevor jemand mit Sanierungsmaßnahmen beginnt.

  3. Bei einem Neubau kommt gelegentlich Baufeuchte hinzu, die über längere Zeit austrocknet. Auch dann sind Flecken möglich, die sich aber mit den Wochen zurückbilden und nicht dunkler werden. Wächst die Fläche dagegen oder kommt die Feuchte nach Regen wieder, spricht das für einen anderen Grund, dem man nachgehen sollte, bevor Farbe oder Sperrputz aufgetragen werden.

Unsicher, ob es ein Leck ist? Fragen Sie nach.01579 2842378

Leitung oder Außenwasser unterscheiden

Der Wasserzähler gibt einen ersten Anhaltspunkt. Alle Hähne zu, Stand aufschreiben, nach einer Wartezeit erneut nachsehen: So lässt sich die Bewegung des Rädchens prüfen. Dreht sich das Rädchen trotz geschlossener Hähne, sollte eine Leitung geprüft werden. Wichtig ist, dass in dieser Zeit niemand Wasser entnimmt, auch nicht die Spülung. Wie der Test im Detail abläuft, steht im Beitrag zum Lecktest am Wasserzähler.

Hinweise liefert auch die Lage. Verläuft die nasse Stelle entlang einer Rohrtrasse oder direkt hinter einer Armatur, kommt eine Leitung in Frage. Zieht sie sich gleichmäßig über die ganze Außenwand, ist Wasser von außen wahrscheinlicher. Ein Foto mit Datum macht solche Unterschiede später nachvollziehbar und beantwortet viele Rückfragen des Fachbetriebs zum Verlauf schon vorab.

Was Fachleute messen

  • Zuerst wird die Feuchte an mehreren Punkten gemessen, von trocken nach nass. Aus den Werten entsteht ein Bild der Nässe in der Wand mit ihrem Schwerpunkt. Dazu dient ein Messgerät, das über den elektrischen Widerstand oder die Kapazität arbeitet. Ergänzend können Proben aus dem Mauerwerk entnommen und im Labor oder vor Ort ausgewertet werden.

  • Ein Wärmebild kann ergänzen, wo Wärme von warmen Leitungen oder kalte, nasse Zonen auffallen. Es ersetzt die Messung nicht, zeigt aber Muster, die das Auge nicht erkennt. Liegt eine Leitung im Verdacht, helfen Druckprüfung, Akustik oder Tracergas, den Abschnitt einzugrenzen. Bei Außenwasser ist eine Prüfung von Abdichtung und Entwässerung nötig, die über die reine Leckortung hinausgeht und je nach Befund einen Fachbetrieb für Abdichtung einbezieht.

  • Vergleichswerte spielen eine große Rolle. Wird nur eine einzelne Wandstelle gemessen, lässt sich kaum sagen, ob sie auffällig ist. Erst der Vergleich mit trockenen Bereichen im selben Raum zeigt, wie stark die Durchfeuchtung tatsächlich ist. Darum werden mehrere Messpunkte gesetzt und die Werte notiert, um später den Verlauf beurteilen zu können.

Was Sie bis dahin tun können

Rücken Sie Regale und Kisten von der Wand, damit die Luft vorbeistreichen kann und nichts Schaden nimmt. Lagern Sie empfindliche Dinge wie Papier und Textilien höher oder anderswo. Lüften Sie vernünftig, aber nicht bei warmer, feuchter Außenluft, weil sich sonst noch mehr Kondensat an kalten Flächen bildet. Ein Hygrometer im Raum zeigt, wann Lüften sinnvoll ist.

Kellerwand dokumentieren

  • Zählerstand bei geschlossenen Hähnen notieren.
  • Fleck mit Datum fotografieren, Maßstab danebenlegen.
  • Aufschreiben, ob die Wand nach Regen nasser wirkt.
  • Gegenstände abrücken, damit Luft an die Wand kommt.
  • Schimmel ernst nehmen und die Ursache klären lassen.

Leserpost

Die Redaktion antwortet

Woran erkenne ich, ob die feuchte Kellerwand von einer Leitung kommt?
Ein Hinweis ist ein Zähler, dessen Rädchen sich trotz zugedrehter Hähne bewegt. Auch eine nasse Stelle, die einer Rohrtrasse folgt oder direkt an einer Armatur beginnt, spricht dafür. Gewissheit bringen aber erst Messung und Druckprüfung durch Fachleute, die den Verlauf der Leitungen im Keller kennen müssen.
Reicht Lüften, damit die Wand trocknet?
Lüften hilft nur gegen Kondensat, also gegen Feuchte aus der Raumluft. Kommt die Feuchte aus dem Erdreich oder einer Leitung, steht ständig Nachschub bereit, und Lüften bringt wenig. An warmen, feuchten Tagen kann es sogar schaden, weil sich Wasser an kalten Wänden niederschlägt.
Warum bilden sich weiße Salzränder an der Wand?
Das Wasser transportiert gelöste Salze aus dem Mauerwerk. Verdunstet es an der Oberfläche, bleiben die Salze als weißer Belag zurück. Die Ausblühungen zeigen also, dass Feuchte durch die Wand wandert, sagen aber noch nichts darüber, woher das Wasser stammt. Entfernen Sie sie erst nach dem Fotografieren.

Fortsetzung

Fleck, Rauschen, Druckverlust: anrufen.

Leckortung anfragen01579 2842378
Leckortung anrufen