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Erste Hilfe beim Leck

Lecktest am Wasserzähler

Die Jahresabrechnung fällt höher aus als sonst, obwohl niemand mehr geduscht hat. Oder das Rädchen am Zähler zuckt, während alle Hähne zu sind. Mit einem einfachen Test lässt sich klären, ob irgendwo in der Leitung Wasser verloren geht, ohne dass Sie Werkzeug brauchen oder etwas öffnen müssen.

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Hand schließt den Haupthahn am Wasserzähler im Keller

Was der Zähler verrät

Der Wasserzähler misst alles, was durch die Leitung fließt. Verbraucht niemand Wasser, muss er stillstehen. Bewegt er sich trotzdem, fließt irgendwo etwas ab: durch ein Leck im Rohr, einen defekten Spülkasten, einen tropfenden Hahn oder eine undichte Armatur an einem Gerät.

Viele Zähler besitzen ein kleines Sternchen oder Rädchen als Durchflussanzeige. Es dreht sich schon bei geringen Mengen und lässt sich gut beobachten. Daneben sitzen die Rollenzahlen für den Zählerstand, aus denen Sie den Verbrauch ablesen können. Die schwarzen Ziffern zeigen Kubikmeter, die roten Bruchteile davon.

Erst orten, dann öffnen. Kurz anrufen.01579 2842378

Der Test Schritt für Schritt

  • Schließen Sie alle Entnahmestellen: Hähne, Duschen, Gartenwasser. Auch Waschmaschine, Geschirrspüler und die Toilettenspülung dürfen nicht laufen. Ist eine Zisterne oder ein Wasserenthärter angeschlossen, sollte deren Spülung gerade nicht aktiv sein. Sehen Sie dann auf den Zähler, ob sich das Rädchen bewegt.

  • Bewegt es sich nicht sichtbar, notieren Sie den Stand samt Uhrzeit. Warten Sie eine längere Weile, ohne Wasser zu entnehmen, und lesen Sie erneut ab. Besser als ein Foto mit Handy ist ein Foto plus handschriftlicher Zettel, denn auf dem Bild ist die Uhrzeit später leicht zu belegen.

  • Zeigt der Zähler mehr an als vorher, ohne dass jemand einen Hahn geöffnet hat, besteht der Verdacht auf ein Leck. Ändert er sich nicht, ist die Leitung vermutlich dicht. Kleine Verluste zeigen sich allerdings erst nach längerer Wartezeit.

Das Leck eingrenzen

  1. Um herauszufinden, wo das Wasser verschwindet, können Sie die Absperrungen der Reihe nach schließen. Beginnen Sie bei der Toilette: Ein undichter Spülkasten ist häufiger der Grund, als man denkt, und lässt sich am Eckventil absperren. Danach folgen Waschmaschine, Boiler und einzelne Stockwerke, sofern es dort getrennte Ventile gibt.

  2. Steht der Zähler still, sobald ein bestimmter Strang zu ist, liegt der Verlust in diesem Bereich. Das Rohr muss deshalb noch nicht geöffnet werden. Eine Fachkraft für Leckortung grenzt die Stelle anschließend mit Methoden wie Akustik oder Tracergas ein, sodass die Öffnung klein bleiben kann.

Wenn der Zähler nicht stillsteht

Läuft der Zähler weiter und nirgends ist Nässe zu sehen, drehen Sie den Haupthahn zu und achten darauf, ob sich das Rädchen dahinter noch bewegt. Seinen Standort verrät die Anleitung, den Haupthahn zu finden, bevor es eilt. Dreht der Zähler dann immer noch, liegt der Verlust vor dem Ventil, also in der Anschlussleitung.

Was Sie dokumentieren sollten

  • Halten Sie alle Ablesungen schriftlich fest: Datum, Uhrzeit, Stand, was Sie vorher abgeschaltet haben. Diese Notizen sparen später Rückfragen und helfen dem Fachbetrieb, das Problem richtig einzuordnen. Haben Sie Wasser vor dem Test aufgefangen oder Feuchtigkeit entdeckt, gehört ein Foto dazu.

  • Ein Verdacht ist noch kein Befund. Schon ein undichter Wasserhahn oder ein nachlaufender Spülkasten bringt das Rädchen in Bewegung. Wer sich nach dem Test unsicher ist, wiederholt ihn nach einigen Tagen und vergleicht die Werte.

  • Aufnahmen vom Zähler und von feuchten Stellen gelingen leichter, wenn man weiß, wie man den Schaden richtig fotografiert. Liegt der Zähler in einem engen Schacht oder hinter einer Klappe, hilft eine Taschenlampe, und ein kleiner Spiegel macht Ziffern lesbar, die sonst im Dunkeln verschwinden. Ist die Anzeige beschlagen oder verkalkt, wischen Sie die Scheibe vorsichtig mit einem weichen Tuch frei, ohne am Zähler zu drehen oder die Plombe zu berühren.

So gelingt der Test

  • Alle Hähne, Geräte und Spülungen vorher schließen.
  • Zählerstand und Uhrzeit aufschreiben, Foto machen.
  • Nach einer längeren Wartezeit ohne Verbrauch erneut ablesen.
  • Bei Veränderung Absperrungen einzeln schließen und beobachten.
  • Haupthahn zumachen, wenn der Zähler weiterläuft.

Was Leser wissen wollen

Die Redaktion antwortet

Wie lange muss ich beim Lecktest warten?
Je länger die Pause ohne Wasserverbrauch, desto aussagekräftiger ist der Vergleich. Bei starkem Verlust zeigt sich der Unterschied bald, kleine Tropfverluste werden erst nach mehreren Stunden sichtbar. Nutzen Sie dafür eine Zeit, in der niemand im Haushalt Wasser braucht.
Kann ein Lecktest auch ein falsches Ergebnis liefern?
Ja. Wasserenthärter, Gartenbewässerung oder Zisternenpumpen verbrauchen mitunter Wasser, ohne dass es auffällt. Auch ein leise laufender Spülkasten verändert den Stand. Schließen Sie solche Verbraucher vorher ab, damit das Ergebnis sauber bleibt und nicht ein Leck vortäuscht.
Was bedeutet es, wenn der Zähler bei geschlossenem Haupthahn läuft?
Dann kann der Verlust nicht aus der Hausinstallation kommen. Vermutlich ist der Haupthahn selbst undicht oder die Anschlussleitung vor dem Ventil hat einen Schaden. Lassen Sie das von einem Installateur oder einer Fachkraft für Leckortung beurteilen und melden Sie es dem Versorger.

Fortsetzung

Fortsetzung folgt – mit Ihrem Fall.

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