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Leitungen im Haus

Eckventil und Flexschlauch

Unter dem Waschbecken steht ein Eimer, der seit Wochen die Tropfen sammelt, und niemand weiß mehr, warum. Dabei sitzen genau hier zwei kleine Bauteile, die unterschätzt werden: das Eckventil und der flexible Anschlussschlauch. Beide sind schnell kontrolliert, und beide verursachen größere Schäden, als ihre Größe vermuten lässt.

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Offener Wandschlitz mit Kupfer-, Stahl- und Kunststoffleitungen

Was diese Bauteile tun

Das Eckventil sitzt an der Wand und trennt die Armatur von der Hausleitung. Mit einem Dreh am Griff oder per Schlitzschraube lässt sich damit der Wasserzulauf für ein einzelnes Waschbecken, eine Spüle oder ein WC schließen, ohne dass das ganze Haus abgestellt werden muss.

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Woran Sie eine undichte Stelle erkennen

Schauen Sie in den Unterschrank, wenn dort der Boden aufgequollen ist, ein muffiger Geruch hängt oder Putzmittel verfärbt sind. Ein trockener Kontrolltest gelingt mit einem Stück Küchenpapier: Führen Sie es um Ventil und Schlauchenden und prüfen Sie, ob es feucht wird. Ein einzelner Tropfen kann schon ein Zeichen sein.

Läuft die Wasseruhr trotz geschlossener Hähne weiter, kommt ein tropfendes Ventil als Quelle in Frage. Sicher durchführen lässt sich der Lecktest am Wasserzähler mit wenigen Handgriffen. Wird der Zähler ruhig, sobald Sie das Eckventil schließen, haben Sie die Richtung gefunden.

Vorbeugen und richtig handeln

  • Anschlussschläuche haben ein begrenztes Leben, und viele Hersteller geben Hinweise zu Austauschintervallen. Wer die Schläuche schon lange nicht mehr gesehen hat, sollte beim nächsten Putzen einen Blick darauf werfen. Wichtig ist dabei, nicht an den Schläuchen zu ziehen oder sie zu knicken, damit nichts aufreißt.

  • Bei einem akuten Austritt wird zuerst das Eckventil geschlossen. Klemmt es, nicht mit Gewalt drehen, sondern die Wohnungsabsperrung oder den Haupthahn nutzen, wie es der Beitrag zum Haupthahn zeigt. Danach Wasser aufwischen, Möbel wegrücken und den Bereich fotografieren.

  • Der Austausch eines Schlauchs ist grundsätzlich Sache eines Handwerkers oder einer geübten Person. Falsch angezogene Muttern oder falsche Dichtungen führen später zu einem neuen Wasseraustritt. Bleibt die Stelle nass, obwohl das Teil neu ist, kommt eine verdeckte Leitung in Betracht und die Ursache ist weiter zu suchen. Unterschätzt wird oft auch die Dichtung zwischen Ventil und Wandanschluss, die bei Erschütterungen nachgeben kann.

Wenn es nicht beim Ventil bleibt

  1. Hat Wasser länger gelaufen, steckt es häufig in der Rückwand des Schranks, unter dem Sockel oder im Boden. Bei Küchenzeilen wandert es in Hohlräume und taucht erst an der Wand der Nachbarwohnung oder in der Decke darunter auf. Das ist ein klarer Anlass, die Feuchte messen zu lassen.

  2. Nässe im Unterschrank muss nicht automatisch ein harmloser Einzelfall sein. Ein Messgerät macht sichtbar, wie weit sich die Feuchte im Möbel, in der Rückwand und im Wandaufbau schon verteilt hat. Wie das Gerät arbeitet, steht bei der Feuchtemessung.

  3. Wer sicher gehen will, hält Fotos und Datum fest und schreibt den Zählerstand auf. Diese Angaben helfen später, wenn es um die Meldung an die Versicherung geht. Welche Angaben bei der Meldung sinnvoll sind, steht im Beitrag zur Schadenmeldung bei der Versicherung.

Für den Unterschrank

  • Eckventil und Schlauch stehen dauerhaft unter Druck.
  • Küchenpapier um die Anschlüsse zeigt kleinste Feuchtigkeit.
  • Rost im Geflecht oder eine Beule am Schlauch sind Warnzeichen.
  • Bei Austritt zuerst das Eckventil schließen, nicht mit Gewalt.
  • Bleibt die Nässe, kann eine verdeckte Leitung dahinterstecken.

Post an die Redaktion

Die Redaktion antwortet

Wie oft sollte ich die Schläuche unter dem Waschbecken prüfen?
Ein Blick bei jedem gründlichen Putzen reicht für den Anfang aus. Achten Sie auf Feuchte, Verfärbungen, Rostpunkte und Beulen. Hinweise zur Lebensdauer finden Sie auf Verpackung oder Typenschild des Herstellers. Bei Zweifeln sollte ein Handwerker den Schlauch prüfen oder erneuern.
Was tun bei einem Eckventil, das sich nicht zudrehen lässt?
Drehen Sie nicht mit Gewalt, denn Spindel oder Dichtung können brechen. Schließen Sie stattdessen die Wohnungsabsperrung oder den Haupthahn und sichern Sie den Bereich. Ein defektes Ventil gehört in die Hände eines Handwerkers, der die Leitung zuvor sicher abgestellt hat.
Warum ist der Boden im Unterschrank nass, aber nichts tropft?
Ein sehr kleiner Austritt verdunstet teilweise oder wird vom Möbelholz aufgesogen. Kondenswasser an kalten Rohren kann ebenfalls Feuchte erzeugen. Ob es sich um Kondensat oder ein Leck handelt, zeigen das Küchenpapier-Experiment und eine Zählerprobe.

Fortsetzung

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